KI-Update kompakt: Gemini Intelligence, digitale Täuschung, Israel, Purview | heise online heise+ entdecken Abo Alle Magazine im Browser lesen Newsletter heise-Bot Push -Nachrichten Anzeige Google stellt Gemini Intelligence für Android vor Weiterlesen nach der Anzeige Google hat auf der Android Show die nächste Stufe seines KI-Assistenten vorgestellt: Gemini Intelligence. Der Assistent soll mehrstufige Aufgaben übernehmen, etwa einen Sportkurs buchen, Bücher in den Warenkorb legen oder eine Einkaufsliste aus der Notizen-App vorbereiten. Ein langer Druck auf den Power-Button startet die Aktion. Vor Käufen oder Bestellungen verlangt das System eine Bestätigung. Die Funktion Rambler räumt nuschelnde Spracheingaben auf und erkennt mehrere Sprachen in einer Nachricht. Mit Create My Widget lassen sich Widgets per Sprachbefehl bauen. Die Einführung beginnt im Sommer auf Samsung Galaxy und Google Pixel, später folgen Smartwatches, Autos, smarte Brillen und Laptops. Google bestätigte, dass Deutschland berücksichtigt wird, ohne einen Termin zu nennen. Wie privat ist die lokale KI in Googles Browser? Google hat in Chrome ein lokales KI-Modell integriert , das Funktionen wie Betrugserkennung datenschutzfreundlich ausführen soll. In den KI-Einstellungen der neuesten Chrome-Version fehlt jedoch der Halbsatz „ohne deine Daten an Google-Server zu senden“, der zuvor noch vorhanden war. Den Grund nennt Google nicht. Wer das lokale Modell deaktiviert, verliert KI-Funktionen wie Schreibhilfen, Betrugswarnungen, Tab-Organisation oder Webseitenzusammenfassungen. Die Änderung wirft Fragen zum tatsächlichen Datenschutz der als lokal beworbenen Funktionen auf. Google verhindert angeblich KI-gestützten Cyberangriff Weiterlesen nach der Anzeige Die Threat Intelligence Group von Google hat nach eigenen Angaben einen Cyberangriff abgewehrt , der auf einer mit KI-Hilfe gefundenen Sicherheitslücke beruhte. Betroffen war ein quelloffenes, webbasiertes Werkzeug zur Systemadministration. Die Lückenbeschreibung enthielt typische KI-Hinweise, etwa Verweise auf nicht existierende Dokumente. Google informierte den Hersteller, der die Zero-Day-Lücke schloss. Der Bericht ist relevant, weil seit Wochen über die Fähigkeit moderner KI-Modelle diskutiert wird, Sicherheitslücken eigenständig zu finden und auszunutzen. Anthropics Claude Mythos Preview gilt als besonders leistungsfähig und wird daher nur ausgewählten Unternehmen zur Verfügung gestellt. Ob Angreifer diese Werkzeuge bereits großflächig einsetzen, lässt der Google-Bericht offen. Mythos findet nur eine Sicherheitslücke in curl Daniel Stenberg, Maintainer des Download-Tools curl, hat Anthropics Claude Mythos Preview zur Schwachstellensuche getestet . Das überrascht, da Stenberg in der Vergangenheit über die schlechte Qualität KI-generierter Bug-Reports geklagt hatte. Mythos meldete fünf potenzielle Probleme. Nur eines war eine echte Sicherheitslücke mit niedrigem Schweregrad, drei Meldungen waren falsch-positiv, eine stellte sich als gewöhnlicher Bug heraus. Stenberg betont, dass KI-Werkzeuge deutlich besser geworden seien und menschliche Code-Reviews sinnvoll ergänzen, sie aber nicht ersetzen. EU-Kommission konkretisiert Regeln gegen digitale Täuschung Die EU-Kommission hat einen Leitlinienentwurf zu Artikel 50 des AI-Acts vorgelegt. Ab dem 2. August gelten Transparenzpflichten für KI-Tools. Bürger sollen erkennen, wenn sie mit einer Maschine sprechen oder ein Bild von einer KI stammt. Der Entwurf gliedert sich in vier Bereiche: interaktive KI-Systeme, KI-generierte Inhalte mit maschinenlesbarer Kennzeichnung, Emotionserkennung und biometrische Kategorisierung sowie Deepfakes und KI-Texte von öffentlichem Interesse. Für künstlerische und satirische Zwecke sind Ausnahmen geplant. Private Nutzung bleibt weitgehend frei. Wer ein KI-Bild im Chat mit Freunden teilt, muss es nicht kennzeichnen. Automatische Grammatikkorrekturen sind ausgenommen. Inhalte auf Social Media müssen jedoch markiert werden, sobald sie politische Meinungen beeinflussen können. Wie Verstöße sanktioniert werden, bleibt offen. Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im "KI-Update" von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution. Apple Podcasts Google Podcasts RSS-Feed Spotify KI-Update als Newsletter abonnieren Zu unserem Partner: The Decoder Zukunft von Microsofts Milliarden-Rechenzentrum in Kenia unsicher Microsofts geplantes Rechenzentrum in Kenia verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Die Verhandlungen zwischen Microsoft, dem KI-Unternehmen G42 aus Abu Dhabi und der kenianischen Regierung stocken. Microsoft fordert eine garantierte jährliche Mindestabnahme von Serverkapazitäten, die Kenia nicht in gewünschter Höhe zusichern kann. Ursprünglich war eine Kapazität von bis zu einem Gigawatt geplant, betrieben mit Geothermie. Präsident William Ruto erklärte, der Energiebedarf übersteige die verfügbaren Ressourcen. Derzeit wird über eine verkleinerte Version mit 60 statt 1000 Megawatt verhandelt. Microsoft tauscht Israel-Chef nach Skandal um Militär-Cloud aus Microsoft zieht Konsequenzen aus einem Skandal um die Zusammenarbeit mit dem israelischen Militär . Landeschef Alon Haimovich verlässt nach vier Jahren seinen Posten, auch mehrere Manager der internen Kontrollabteilung gehen. Microsoft Israel wird vorerst von der französischen Tochter geführt. Auslöser ist eine Untersuchung der Konzernführung, ob die israelische Niederlassung offen genug über die Nutzung von Microsoft-Systemen durch das Verteidigungsministerium berichtet hat. Empfohlener redaktioneller Inhalt Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Podcast (Podigee GmbH) geladen. Podcasts immer laden Podcast jetzt laden Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (Podigee GmbH) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung . Mira Muratis Start-up zeigt erstes KI-Modell für flüssige Gespräche Thinking Machines Lab, das Anfang 2025 von Mira Murati gegründete Start-up, hat sein erstes KI-Modell vorgestellt . Die sogenannten Interaction Models sollen Sprachassistenten flüssiger machen. Heutige Systeme wie ChatGPT oder Gemini Live arbeiten mit festen Wechseln zwischen Mensch und KI. Eine vorgeschaltete Software entscheidet, wann ein Satz endet. Das neue Modell verarbeitet Bild, Ton und Text parallel in Häppchen von 200 Millisekunden und entscheidet selbst, wann es spricht oder schweigt. Damit soll es echten Gesprächen näherkommen, in denen Menschen einwerfen oder gleichzeitig sprechen. Für komplexe Fragen wird ein zweites, langsameres Modell zugeschaltet. So nutzt die Deutsche Bank KI Die Deutsche Bank schloss bereits 2020 eine strategische Partnerschaft mit Google Cloud und experimentiert seither mit maschinellem Lernen und generativer KI . Die Research-Abteilung nutzt eine Assistenzlösung, die große Dokumentenmengen verarbeitet. Insgesamt steht ein digitales Assistenzsystem 50.000 Mitarbeitern zur Verfügung. Strategiechef Christoph Rabenseifner sagt, die Bank arbeite modellagnostisch. Eine Enterprise Agent Plattform erlaubt, Angebote verschiedener Firmen einzubinden. Sprachassistenten würden Call-Center nicht ersetzen, solange sie die Kundenerfahrung nicht messbar verbessern. Anthropic baut Claude für Anwälte aus Anthropic erweitert Claude um zwölf neue Erweiterungen und mehr als 20 Schnittstellen zu externen Diensten wie DocuSign, Box oder dem Rechtsassistenten Harvey. Die Module sind auf Vertragsrecht, Arbeitsrecht und Prozessführung zugeschnitten. Laut Chefjurist Mark Pike nutzen Anwälte Claude inzwischen häufiger als fast jede andere Berufsgruppe. Über 20.000 Juristen meldeten sich für ein einziges Webinar an. Sicherheitslücken wie Prompt-Injections bleiben bei agentischen Systemen ein ungelöstes Problem. KI-Prompts trotz Anonymisierung einsehbar Microsoft erweitert die Überwachungsfunktionen seines Tools Purview . Mit Insider Risk Management können Analysten künftig KI-Prompts und die zugehörigen Antworten einsehen, um Datenlecks oder Verstöße gegen Sicherheitsrichtlinien zu erkennen. Nutzerdaten sind standardmäßig pseudonymisiert. Autorisierte Analysten dürfen die Anonymisierung jedoch aufheben. Microsoft spricht von einem Verfahren „unter Beibehaltung des Privatsphärenschutzes“. Die Funktion wird ab Mai weltweit verteilt und ist Mitte Juni allgemein verfügbar. Da sie standardmäßig aktiv ist, müssen Administratoren nichts tun. Börse stürzt nach Ruf nach KI-Gewinnbeteiligung der Bevölkerung ab Ein Vorschlag des südkoreanischen Präsidentenberaters Kim Yong-beom hat Turbulenzen an der Börse ausgelöst . Bürger sollten eine Dividende aus Steuern auf KI-Gewinne erhalten, da KI-Erfolge auf dem industriellen Fundament der Nation beruhten. Kim verwies auf Norwegens Modell, wo Öleinnahmen über einen Staatsfonds an die Gesellschaft fließen. Der südkoreanische Börsenindex KOSPI stürzte um über fünf Prozent ab, erholte sich aber, als Kim klarstellte, es gehe nur um Steuermehreinnahmen. Südkoreas Wirtschaft profitiert stark vom KI-Boom, vor allem Samsung und SK Hynix, die zwei Drittel des weltweiten Arbeitsspeichermarktes dominieren. Kamera soll Wildtiere von Bahnstrecken vertreiben Das schwedische Unternehmen Flox Intelligence entwickelt ein KI-basiertes Kamerasystem, das Wildtiere von Bahnstrecken fernhalten soll . Die Kameras erkennen verschiedene Tierarten und verscheuchen sie mit akustischen Signalen, sobald sie sich den Gleisen nähern. In Schweden gibt es jährlich rund 5000 Tierkollisionen im Bahnverkehr. Diese verursachen Tierleid, Zugverspätungen, Fahrzeugschäden und belasten Lokführer emotional. Das System soll zusätzlich Daten über das Verhalten von Wildtieren in Gleisnähe liefern. ( igr ) Anzeige Anzeige Newsletter hei